Erstes Resultat dieses blogs:

4. August 2008

THEATERJOBS.DE BEENDET DIE ZUSAMMENARBEIT MIT BERLINER SCALA

www.theaterjobs.de, der größte europäische Theater-Stellenmarkt im
Internet hat der "Berliner Scala" unter der Leitung von Sebastiano Meli
und Wolfgang Wittig die Zusammenarbeit aufgekündigt.

Dazu Sören Fenner, Inhaber von theaterjobs.de: "Wir arbeiten mit über
1.000 Theatern, Ensembles, Orchestern und Medienpartnern zusammen, die
ihre Stellenangebote auf unserem Portal für die Theaterschaffenden
veröffentlichen. Selten bekamen wir so viele Beschwerden über
Arbeitspraktiken an einem Haus wie bei der "Berliner Scala". Deshalb
haben wir uns entschlossen, deren Stellenangebote nicht länger über
unsere Plattform zu veröffentlichen. Bisher waren wir in den letzten
acht Jahren nur bei vier Institutionen gezwungen, eine solche
Entscheidung zu treffen."

Die Berliner Scala ist jetzt eine davon.

Weitere obskure “Jobs” für Schauspieler (-innen) - uff!

14. Juli 2008

…und weiter geht's mit den Spinnern in der Szene - scheint ja noch schlimmer als bei der "Berliner Scala" zuzugehen -
auch wenn das kaum möglich scheint … aber lest selbst (mal wieder aus theaterjobs.de - klasse Seite!):

Warnung: L4 - Institut für Digitale Komm
Von:     J.
Am:      05.07.2008, 00:17h
Liebe Schauspieler/Innen, nicht hingehen !!! - es frustet nur: die jungen Damen und Herren tun sich sehr, sehr wichtig, haben bisher trotz ihrer suffisanten Verquatschtheit keinen ernsthaften Kurz- oder Langfilm erstellen können, sind offenbar als Computerdesigner oder Medienkaufleute kurzzeitig zum Filmemachen mit ´echten Menschen´ neuerdings "verdonnert worden" und veranstalten nun verstottert-pseudo-ambitioniert massenhaft Castings in ihren spröden Lehrräumen ohne irgendeine Ahnung von Regie, Schauspiel, Schauspielerführung oder Kamera-/Bildauflösung zu haben. Ich habe dort drei (!!!) Castings im Mai/Juni (über Annoncen auf der HFF-Seite und PUCKSBAR) absolviert und fasse mir an den Kopf ob meiner Blödheit!:Solche Knalltüten habe ich noch nie erlebt!!!!!!!!!
Genauere Infos/Erfahrungsberichte folgen!

Wir sind gespannt …

“Berliner Scala” - leider wohl doch kein Einzelfall

30. Juni 2008

…, denn: auch vor dem "Theater" Scheselong muss wohl gewarnt werden, wie der enstprechende Strang im theaterjobs.de-Forum (Namen anonymisiert!) zeigt:

Scheselong
Von:     J.
Am:      11.02.2008, 09:44h

Wo hier gerade das Thema "Scala" diskutiert wird: Das Theater Scheselong sucht auch mal wieder zum 1000. Mal jemanden für "Anne Frank". Bitte, bitte, nicht bewerben. ( War auch schon vor einiger Zeit Thema im Forum)… Ähnliches gibt es zu berichten wie zu "Scala",aber wie gesagt, is als Forumthema schon vorhanden. Nur noch mal zur aktuellen Warnung!

 

Von:     m.
Am:      18.04.2006, 13:28h
ich hatte denen auch auf diese unmögliche mail geantwortet und nix gehört. außerdem macht ein anruf bei einer der "beschimpften" wohl nicht die mail wieder gut. bei dir haben sie sich wohl wegen des forums gemeldet, auf direkte mail reagieren sie nicht.
auch ist meine motivation, mich mit leuten auseinanderzusetzen oder gar mit ihnen zu arbeiten nach diesem verhalten auf null.

Von:     F.
Am:      02.04.2006, 21:57h
Hallo Bettina,
eine enge Freundin und Kollegin von mir war vor ca. 2 Jahren mal dort. Das , was sie dort erlebte war zu verworren, als dass ich mich heute noch an Einzelheiten errinnern kann. Ich habe es innerlich unter "DON`T" vermerkt…
Ich werde mich dort ganz vestimmt nicht bewerben.
Eigentlich schade, aber wer will sich so was schon "reinziehen"…

Von:     b.
Am:      25.02.2006, 12:59h
Ich finde, jeder sollte seine eigenen Erfahrungen machen aber vom Theater Scheselong kann ich dir ruhigen Gewissens abraten. JEDER, der damit IRGENDWIE zu tun hatte, erzählt nur schlechtes. Also, bitte bewirb dich nicht…
Von:     E.
Am:      13.03.2006, 18:02h
Nun, ich bekam heute eine email jener freien Bühne, die sich ihrerseits wie eine Publikumsbeschimpfung liest.

Sie beinhaltet die Absage des anberaumten Castings, welche mit der Unmündigkeit der Bewerberinnen begründet wird.

Seltsame Performance, wenn man bedenkt, dass vermeindliche Talente nicht anhand einer Bühnenpräsentation überprüft, sondern aus unbekannten Gründen davon ausgegangen wird "das die meisten mit den beiden Texten nicht klargekommen sind".

In der Mail heißt es, die Bühne Scheselong sei "leider kein Schauspielworkshop wo man Schauspielunterricht bekommt". Warum man solchen bei mir für nötig hält, bleibt mir ebenso schleierhaft wie die Annahme, dass "die meisten Kolleginnen sich nicht annährend mit Publikumsbeschimpfung beschäftigt haben.Das heißt sie wissen nicht mal wofür sie sich beworben haben".

Was mich betrifft kann als einzige Grundlage einer wie auch immer gearteten Bewertung meiner Motivation ein Anruf dienen, den ich tätigte, um zu erfragen, ob und in welcher Höhe Gagen gezahlt werden. Eine Nachfrage, die ich auch in der freien Theaterszene für absolut legitim halte und aufgrund derer meines Erachtens keine Rückschlüsse auf etwaig vorhandenes inhaltliches Interesse am Projekt zu ziehen sind. Beantwortet wurde meine neutral gehaltene Anfrage mit der schroffen Bemerkung, über Gagen sei erst nach dem Casting zu verhandeln und wer in der freien Szene nach Gagen fragt, der sei dann da wohl fehl am Platz. Ungefragterweise wurde ich dann noch darauf hingewiesen, dass der vorzubereitende Text einer Verständniskapazit bedarf, derer man mich offensichtlich nicht für fähig hielt. Ich solle mich mit Kollegen über den Inhalt austauschen, damit ich ihn verstehe und beim Casting nicht nur aufsage.

Entgegen der Annahme der freien Bühne Scheselong beschäftigte ich mich mündig und eigenständig mit der Vorbereitung der darzustellenden Texte und bestätigte meine Teilnahme am Casting.

Die Ankündigung, man besetze das Stück nun "aus unser eigenen Reihen und Kreisen" und erspare sich somit "eine Menge Arbeit und Kosten" darf also mit Fug und Recht als Beleidigung aller verstanden werden, die sich wie ich für diese Produktion beworben haben.

Fazit: Ich empfehle dem Theater eine Eigeninszenierung, die sich mit der Beschimpfung und Entmündigung der eigenen Schauspieler beschäftigt. Inhaltliche Grundlagen für ein entsprechendes Werk dürften in ausreichendem Maße vorhanden sein.

… und so fortan …

“Berliner Scala” zahlt schlecht & manchmal gar nicht - mir doch egal?

29. Juni 2008

Sollte es vielleicht nicht, denn wenn die ZAV auch in Berlin auf dumme Gedanken kommt …
Aber lest selbst den Auszug aus dem theaterjobs.de-Forum:

Aktiv Event Warnung
Von:     anonym
Am:      19.06.2008, 11:28h
Aktiv Event hat eine Menge Auditions ausgeschrieben, aber auch ich möchte vor der Zahlungsmoral warnen. Denn einige Kollegen klagen gegen die Firma. ich werde es auch tun, denn ich warte seit 4 Monaten auf mein Geld und bekomme immer wieder irgendwelche Ausreden serviert. Kollegen die für die kommenden Tourneen angefragt wurden, sind ausbezahlt worden. Alle anderen warten anscheinend auf ihr Geld. Es gehen Gerüchte um, dass die Firma nicht mehr zahlen kann. Da der Geschäftssitz in England ist, wird man bei einer Insolvenz auch kein Geld mehr bekommen, weil es da keine Rücklagen gibt.
Mir ist allerdings auch ein Rätsel warum die ZAV weiterhin Vakanzen von Aktiv Event verteilt, obwohl sie genau wissen was da vor sich geht. Auf gut Glück arbeiten und froh sein, dass man überhaupt einen Job hat? Und am Ende steht man mit leeren Händen da. Was ist mittlerweile los auf diesem Arbeitsmarkt?

Tja - warum soll's uns Schauspieler/inne/n besser gehen als fast allen Anderen im real existierenden Kapitalismus?
Machen wir uns keine Illusionen - so lange wir es nicht schaffen, zusammen mit möglichst vielen anderen Geknechteten aus möglichst vielen anderen Berufen uns zu wehren (was ist das?) bzw. solidarisch (kennt jemand noch das Wort?) zu sein. Nur so - so scheint mir - kann zweifelhaften Praktiken wie beid der "Berliner Scala" oder "Aktiv Event" oder "Scheselong"der eine oder andere Riegel vorgeschoben werden. Das hieße allerdings auch: runter vom hohen Roß des ach so hehren Künstlertums … wir sind - auch wenn die Erkenntnis immer wieder schmerzlich ist - eben auch bloß Leute mit menschlichen Bedürfnissen …

 

 

Kaum Kohle bei der “Berliner Scala” - was geht’s mich an?

Vielleicht bald ne ganze Menge! Denn wenn das Berliner Arbeitsamt sich Hamburg zum Vorbild nimmt …

Folgende Fundsache hat ein Kollege im theaterjobs.de-Forum geposted:
(aus: "spiegel wissen")

Zweiter Zwerg
Das Hamburger Arbeitsamt will arbeitslose Schauspieler in andere Berufe locken.

Sechs Jahre nachdem sie die Bühnenprüfung bestanden hatte, wartete die Hamburger Schauspielerin immer noch auf ein ernst zu nehmendes Engagement. Das Arbeitsamt hatte ihr außer der Arbeitslosenhilfe nichts zu bieten. Doch nun kam endlich ein Behördenbrief ins Haus mit der Einladung zu einem Gespräch "über Ihr Bewerberangebot bzw. Ihre berufliche Situation".

Aber die Hoffnung auf ein konkretes Angebot verflüchtigte sich so unversehens wie der Geist von Hamlets Vater. Das Amt hatte mit gleichlautendem Schreiben 20 Schauspieler, alle als langzeitarbeitslos geführt, angelockt und eröffnete den aufgeschreckten Romeos und Gretchen in Dauer-Warteschleife, jetzt sei ihr "Dornröschenschlaf" ausgeträumt. Die lange Arbeitslosigkeit beweise, daß sie unqualifiziert und somit nicht mehr vermittelbar seien: Als Schauspieler wolle man sie nicht mehr in den Akten führen.

In zwei Wochen beginne "ein Workshop zur Berufs-Neuorientierung", Ziel sei eine "Umorientierung in der Berufsperspektive", kurz "ein neuer Beruf". Wer sich dieser Maßnahme widersetze, so die düstere Drohung, müsse mit achtwöchiger Sperre seiner Unterstützung rechnen.

Der Vorschlag der verunsicherten Kunst-Menschen, doch über das Projekt abzustimmen, wurde von Klaus Koch, dem zuständigen Amt-Abschnittsleiter, abgetan: "Dies hier ist keine Demokratie."

Nach dem Arbeitsförderungsgesetz entfällt bei langer Arbeitslosigkeit der Berufsschutz, und das Arbeitsamt ist qua "Zumutbarkeits-Anordnung" berechtigt, die Zuwendungen auszusetzen oder ganz zu streichen, wenn ein Arbeitsloser das Amts-Angebot ablehnt, in einem anderen Beruf zu arbeiten. Doch davor haben arbeitslose Schauspieler anscheinend soviel Angst wie Intendanten vor Subventionskürzungen. Koch: "Die leben in einer Scheinwelt, machen alle anderen für ihren Mißerfolg verantwortlich, aber nicht sich selbst."

Um die erwerbslosen Bühnendarsteller in die Realität zurückzuholen und sie nicht "schlechter zu behandeln als einen arbeitslosen Kraftfahrzeugmechaniker", hatte Arbeitsamtsdirektor Klaus Clausnitzer das Institut für Kommunikation und Schulung in der Wirtschaft (IKS) als passenden "Maßnahme-Träger" ausersehen.

Das private Umschulungsinstitut entwarf fürs Arbeitsamt, einen seiner besten Kunden, flugs ein passendes Konzept. Ein Konkurrenzinstitut wurde gar nicht erst beauftragt. In vier Monaten, so die im Soziologendeutsch schwelgende IKS-Analyse, könnte das Ziel erreicht und zum Beispiel ein Schauspieler, der sich bisher bestenfalls als zweiter Zwerg im Weihnachtsmärchen profiliert hatte, für eine Karriere als "rollenflexibler Verkäufer" oder "Fachkaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft" umgepolt sein.

Arbeitslosen-Administrator Clausnitzer, in dessen Behörde 287 Schauspieler arbeitslos gemeldet sind, davon 78 länger als ein Jahr, war vom Umorientierungsszenario begeistert und frohlockte über die Aussicht auf gesenkte Arbeitslosenzahlen. Denn Teilnehmer an einer Fortbildungs- oder Umschulungsmaßnahme gelten für deren Dauer nicht mehr als arbeitslos.

Clausnitzer akzeptierte denn auch ohne Bedenken die vom IKS berechnete Kopf-Prämie von 3800 Mark. Dafür wollte das Institut, das sonst auch in die Geheimnisse der EDV oder der doppelten Buchführung einweiht, ganze Überzeugungsarbeit leisten.

IKS-Geschäftsführer Werner Vogel, Diplom-Volkswirt und schon längst in der ehemaligen DDR auf Arbeitslosen-Akquisition, renommiert gern mit seinen Psychologie-Kenntnissen. Prompt versprach denn auch das Arbeitsamt, mit ausgefeilten Psycho-Techniken seiner neuen Klientel unter anderem das "Steffi-Graf-Syndrom" ("Du sollst uns alle berühmt machen") als geheime Theater-Triebkraft bewußt zu machen. Nach dieser Theorie stecken eigentlich die ehrgeizigen Eltern hinter dem Bühnen-Drang ihrer theaterbesessenen Kinder.

Sollte es mit der Offenlegung dieses Seelen-Mechanismus nicht klappen, würde vielleicht das Eingeständnis von "Erlösungs- und Größenphantasien" die rechte Selbsterkenntnis bringen. Irgendwie, so war Vogel sicher, könne man den von der Muse Ungeküßten den Verzicht aufs Rampenlicht schon schmackhaft machen.

Doch da hatte der smarte Umschuler sich verschätzt. Den Mimen war das interne IKS-Konzept, inzwischen durch eine entschärfte, offizielle Fassung ersetzt, in die Hände gefallen. Sie witterten Raubbau an ihrer Psyche. Statt sich mit den Chancen am Arbeitsmarkt zu befassen, setzten die unfreiwilligen Pilotprojektler ihre Standesorganisationen auf den Fall an.

Schon zwei Tage nach Beginn des Modellversuchs verwahrte sich am 4. April die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger bei Heinrich Franke, dem Präsidenten der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg, gegen "derartige psychoanalytische Ausforschungen". Die arbeitslosen Schauspieler würden "mit psycho-technischen Methoden" konfrontiert, "die geeignet sind, bei entsprechender Disposition bleibende Schäden zu verursachen".

Im IKS-Alltag zeigte sich allerdings erst mal anderes: Institutschef Vogel erlebte seine Schützlinge als "verbockt" und hatte soviel Widerstand überhaupt "noch nie erlebt". Seine Gesprächsangebote liefen ins Leere, die im Ur-Konzept avisierte "Selbstanalyse", etwa die Erkenntnis, in "biologischem Erbauftrag (z. B. auch der Vater, die Mutter waren Künstler)" zu handeln, verweigerten die Künstler mit Erfolg. Heftige Wortgefechte mit den überforderten Dozenten und Schweigestunden wechselten sich ab. Das Psycho-Drama, resümiert eine Teilnehmerin, "war Lebenszeitverschwendung".

Von den 18 Teilnehmern des Kurses hielten nur 8 bis zum Ende durch. Für sie fahndete das IKS hektisch nach Praktikantenplätzen in verwandten Berufen.

Raul Sosa Alurralde, ein in Heidelberg zum Sänger und Schauspieler ausgebildeter Argentinier, wurde selber fündig. Im Hamburger Generalkonsulat seines Heimatlandes ist er jetzt - amtlich beglaubigt - befugt, das Konsulat vorübergehend in "künstlerischen und kulturellen Angelegenheiten zu repräsentieren". Seine Kunst-Kollegin Iris Born kochte derweil in einem Design-Büro Kaffee, ein Schauspieler schleppte in einer Firma für Theaterdekorationen Farbeimer. Das IKS verbucht die Praktikanten-Stellen als Erfolge - zu früh. Denn bei der Bühne wollen alle bleiben.

Trotzdem spielt das Hamburger Arbeitsamt weiter Ersatz-Theater. Schon sind wieder Formbriefe mit der Einladung für ein Gespräch "über Ihre berufliche Situation" verschickt. Diesmal mit der unverblümten, wenn auch in fehlerhaftem Bürokratendeutsch verfaßten Entscheidungshilfe: "Sollten Sie zu diesem Termin nicht erscheinen, gehe ich davon aus, das Sie nicht mehr arbeitslos gemeldet sein wollen." Direktor Clausnitzer ist auch nach dem Scheitern seines unsensibel durchgezogenen Modellversuchs davon überzeugt, daß arbeitslose Mimen zu bürgerlichem Broterwerb gedrängt werden müssen: "Es ist nicht die Bestimmung eines Menschen, arbeitsloser Schauspieler zu sein."

FAZIT: Wenn wir Pech haben, können wir in Zukunft zu solcher Arbeit (sh. reichlich Beispiele bei der "Berliner Scala" in diesem blog) GEZWUNGEN werden …!
 

Teile & herrsche

26. Juni 2008

Ein besonders perfides Beispiel aus dem Alltag der "Berliner Scala":

Es wurde mit einem neuen Ensemble LORIOT geprobt. Ich selbst war schon beim Casting von einer Kollegin wegen einer Kleinigkeit rüde angemacht worden (später erfuhr ich, daß ich ein Konkurrent für ihren Lebensabschnittspartner war …). Eben diese Kollegin fing von der ersten Probe an, mich zu mobben (Details möchte ich Euch ersparen; unappetitlich!). Sie brach dann einen - DAMALS! - für mich völlig unverständlichen Streit mit den beiden Herren der "Berliner Scala" vom Zaun. Es ging um die Gage für die Silvester-Doppelvorstellung, letztlich um vielleicht 50 Euro. Kleine Ursache, große Wirkung: es wurde vor fast jeder Vorstellung backstage permanent über das Problem diskutiert (statt sich auf die Vorstellung vorzubereiten). Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich erwähnte den beiden Herren der "Berliner Scala" gegenüber, ich fühle mich dadurch gestört; das möge aber unter uns bleiben. Ich hatte zu der Zeit (blauäugig?) halt noch Vertrauen zu den "Berliner Scala"-Chefs (die können nämlich, wie das bei Intriganten natürlich absolut wichtig ist, sehr freundlich & charmant sein - solange es kein Problem aus ihrer Sicht gibt) …
Kaum hatte ich die Bitte um Diskretion ausgesprochen, stürmte Herr Wichtich auch schon in den Umkleideraum (natürlich, ohne bei den Kolleginnen anzuklopfen) und begann, die Kollegin wüst zu beschimpfen unter anderem mit den Worten: "Die Kollegen beschweren sich schon über Sie!"

Fazit:
Die Möchtegerns von der "Berliner Scala" mögen künstlerisch fragwürdig agieren - im Intrigantentum sind sie Champions League!

Ein konkretes Beispiel für TheaterVERHINDERUNG bei der “Berliner Scala” (Teil 1)

9. Juni 2008

Betroffen waren vor allem 4 Personen: Die Schauspieler/innen Sabine W. (Erfahrung an verschiedenen Stadttheatern), Adriane R. ("Das Tagebuch der Anne Frank", "Die große Flatter") und Ari G. (z.Zt. Dschungelbuch & Jim Knopf für Berg/Wecker) sowie der Münchener Regisseur Wolfgang R., u.a. ehemaliger Intendant des Wolfram-Borchert-Theaters Münster - also nicht unbedingt Laien.
W. und G. waren bereits vorher bei der "Berliner Scala" bei "Loriot quer" zum Dumping"honorar" beschäftigt: 30 wohl als Fahrtkostenerstattung zu verstehende Euros, null Probenhonorar, dafür jede Menge Streß auch außerhalb der Vorstellungen. "Selbst schuld", mag sich manche/r Leser/in jetzt denken. Aber bevor wir gar nicht spielen … und damit rechnen ja auch einige - immer mehr? - Theaterbetreiber: sh. theaterjobs.de/Forum.

Wie auch immer - es war geschehen. Und die 3 Akteure bekamen ein Angebot, das schwer abzulehnen war: "Es war die Lerche" von Kishon (die Story von Romeo & Julia, die überlebt haben & seit 30 Jahren verheiratet sind, seitdem keinen Sex mehr haben - aber eine 18jährige Tochter … teilweise etwas behäbig, dieses Stück, aber dank rasanter Streichungen bzw. Ergänzungen des Regieteams deutlich spielbar!), NICHT inszeniert von den Wolfgang "Gnadenlos" W. und Sebastiano "Springteufel" M. O-Ton W.: "Wir haben da einen phantastischen Regisseur mit tollen Ideen! Sie werden begeistert sein!"
Ausnahmsweise hatte Herr W. nicht zu viel versprochen:
Es wurde von allen Beteiligten noch nie so viel gelacht auf Proben, gleichzeitig selten so effektiv & ideenreich gearbeitet. Ergebnis: schon nach 1 Woche Rohdurchlauf des 1.Teils - in "Hammer- und Nagel-Ästhetik" natürlich zunächst - für jeden Profi klar & selbstverständlich.
Nicht so für die Herren W. und M. Nach Begutachtung des Rohdurchlaufs begann der Streß:
Plötzlich war der Regisseur nicht mehr deren Freund - es wurden ihm permanent Knüppel zwischen die Beine geworfen. Versprochene Requisiten kamen nicht (notfalls wurde um 2 Euro 1/2 Stunde gestritten; für Loriot-Vorstellungen war es schon schwierig, Kaugummis für eine Szene finanziert zu bekommen - nur soviel als kleiner Eindruck zur Pfennigfuchserei bei Chef-Fettlebe mit vielen Urlaubsreisen …), Termine & Absprachen (technisch wie künstlerisch) wurden immer öfter nicht eingehalten, der Regisseur bei den Akteuren, die Akteure beim Regisseur schlechtgemacht (denken die eigentlich, daß ihre Mitarbeiter untereinander nicht kommunizieren? Weil sie selbst untereinander die Kommunikation längst eingestellt haben? Chef-Betriebsblindheit?) - und der Höhe(besser: Tief-)punkt war erreicht, als 3 Tage vor der Premiere (!) die beiden Herren W. und M. eine totale Uminszenierung und Austausch aller 4 Songs im Stück verlangten.
Was von Regie & Ensemble natürlich zurückgewiesen wurde.
Vor Wut zerschmetterte Herr M. einen - doch vorher soooooo kostbaren - Requisitentisch (Grund: die Regie hatte zu recht bemängelt, daß derselbe für die mit ihm vollführten Aktionen technisch nicht sicher war und wochenlang an dem Punkt nichts passiert war).

(Fortsetzung - u.a. mit den Themen: Verhinderung von Aufführungen/heimlich proben mit Parallelensemble - folgt!) 

Wat is’n hier los? (Wiederholung, weil der letzte Beitrag ja immer oben steht. Sorry für Langeweile.)

6. Juni 2008

Also: es geht um die "Berliner Scala" - ein semiprofessionelles Theaterchen in Berlin- Wilmersdorf, das - mit Verlaub - in allen bisher bekannten Fällen (ca. 20 betroffene Schauspieler/innen & Mitarbeiter/innen) sehr knapp zahlt. Dabei nimmt die "Berliner Scala" einen relativ hohen Eintritt. Darüber hinaus ist die "Berliner Scala" im Verhalten gegenüber ihren Mitarbeitern - nun ja - gewöhnungsbedürftig. Gegen das spielende & helfende Personal ist meist nix zu sagen! Ach ja: "Berliner Scala" = 2 sich selbst vielleicht ein klein wenig überschätzende - nun ja - "Chefs".

"Berliner Scala" Da hingehen?

"Berliner Scala" Da mitspielen?

Lest in diesem blog (seid leidensfähig!). Entscheidet selbst.

Es geht voran mit BerlinerScalaWATCH:

31. Mai 2008

Bei google inzwischen auf Platz 4!

Gut gemacht, liebe Mitstreiter/Innen!

 

Weiter so im Einsatz gegen die Machenschaften der "Berliner Scala"-"Chefs"!

War ja klar jewesn, wa: Es gibt nicht nur die “Berliner Scala” …

WARNUNG: ABM-Theater in Neukölln
Von:     J.
Am:      30.05.2008, 14:30h
Ausgerechnet das BIMAH, das jüdische Theater in Berlin-Neukölln (http://www.bamah.de) rekrutiert offenbar Schauspieler als billige, untertarifliche ABM-Massnahme, also Lohn-Dumping pur! Da ich zur Zeit kein Engagement habe und mich arbeitslos meldete, ereilt es mich gerade in unfassbarer Weise: Der Intendant Dan Lahav lässt in Kooperation mit dem "Jobcenter Neukölln" von seinen schwer debilen, kommunikationsunfähigen Sekretärinnen unfreundlich-frech Schauspieler per Pflichtvorsprechen "vortanzen", um seinen künstlerischen Betrieb zu sichern. Ärmer geht´s nicht! Das heisst also: Wir können uns nicht mehr bewerben, wo wir möchen oder aussuchen, mit wem wir arbeiten, sonden wir MÜSSEN - Pistole auf die Brust: der Termin wird vorgegeben, Informationen zur Gage oder überhaupt zum Inhalt der künstlerischen Arbeit/der vorgesehenen Stücke werden ignorant verschwiegen. Vielleicht will man ja auch nur eine/n Schauspieler/in zusätzlich am Kopierer oder als Edelkomparsen beschäftigen? Tja, dann ist ja das Scheisse-Fegen im Park wirklich nicht mehr weit… (wenn´s mit dem Engagement als ABM -Hilfskraft beim BIMAH nicht klappte…). Ich warne hiermit alle Berliner Kollegen, die auf Jobsuche sind und das dem Amt gemeldet haben !!! Und empfehle den Wikipedia-Artikel zum Charakter der ABM-Massnahme: http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitsbeschaffungsma%C3%9Fnahme (zur Abschreckung).
Ich freue mich dazu über Kommentare/ähnliche Erfahrungsberichte.